Umschuldung – die Sparmöglichkeiten bei laufenden Krediten


Das gegenwärtige Zinstief bietet für Immobilienbesitzer, die über laufende Kredite verfügen, gute Sparmöglichkeiten, denn die neuen günstigen Konditionen können sie, wie Interhyp rät, für einen schnellen Schuldenabbau ausnutzen. Hat man im Jahre 2003 oder 2004 einen Immobilienkredit aufgenommen und dafür eine Laufzeit von 10 Jahren vereinbart, so kann man eine Umschuldung vornehmen und dabei etwa zwei Prozentpunkte sparen.

Zinsen sparen mit Umschuldung

Interhyp ist Deutschlands größter Vermittler von Baufinanzierungen und hat berechnet, dass sich bei einem Anschlusskredit über 100.000 Euro Sparmöglichkeiten von 15.000 bis 20.000 Euro ergeben. Die Besitzer von Immobilien, die ihren Kredit im Jahre 2003 oder 2004 aufgenommen haben, zahlen gegenwärtig noch 4,5 bis 5 Prozent Zinsen. Für den Immobilienkredit wird zumeist eine Periode der Zinsbindung festgelegt, in der sich die Zinsen nicht ändern. Diese Periode wird häufig über zehn Jahre festgelegt und könnte demnächst auslaufen, wie der Vorstandsvorsitzende von Interhyp, Michiel Goris, betont. Man kann einen Anschlusskredit aufnehmen, um die verbleibende Restschuld zu finanzieren. Für solche Anschlusskredite liegen die Zinsen gegenwärtig bei weniger als 2,5 Prozent. Das lohnt sich vor allem, wenn die Restschuld noch hoch ist und man dafür noch eine lange Laufzeit vereinbaren muss. Bei einer Umschuldung ergibt sich also ein gutes Sparpotenzial. Um die Sparvorteile tatsächlich auszuschöpfen, sollte man die monatlichen Raten für den Anschlusskredit nicht um 100 bis 150 Euro senken, auch wenn das vielleicht verlockend erscheinen mag. Die Kreditraten sollte man in der bisherigen Höhe beibehalten, denn umso schneller ist man wieder schuldenfrei. Man kann Kreditkosten sparen, wenn man die Laufzeit möglichst kurz festlegt. Bei einer Umschuldung können auch Immobilienbesitzer und Bauherren sparen, die in den Jahren 2008 oder 2009 einen Kredit mit einer kurzen Zinsbindungsperiode, beispielsweise mit 5 Jahren, aufgenommen haben, denn sie können ebenfalls die Anschlussfinanzierung vornehmen.

Umschuldung vor dem Ende der Zinsbindungsperiode

Mit der Umschuldung sollten Kreditnehmer nicht erst warten, bis die Zinsbindungsperiode endet, denn bei vielen Banken muss man keine Bereitstellungsgebühren zahlen, wenn man den Kreditantrag bis zu einem Zeitraum von 12 Monaten vor Ablauf dieser Zeit stellt. Man kann sich so langfristig günstige Zinsen sichern und die aktuelle Situation ausnutzen. Dauert es allerdings noch länger, bis die Periode der Sollzinsbindung endet, so kann man sich trotzdem bereits günstige Konditionen sichern, denn man kann über ein Forward-Darlehen nachdenken. Das kann man bereits 66 Monate im Voraus beantragen, doch muss man pro Monat Zinsaufschläge von 0,02 Prozentpunkten bis 0,04 Prozentpunkten in Kauf nehmen, zumeist sind sie ab dem siebten Monat zu zahlen. Trotz dieser Aufschläge ergibt sich oft ein Sparpotenzial gegenüber dem gegenwärtig bestehenden Kredit.

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