Minikredit der Fidor Bank ist einfach zu teuer


Die Fidor Bank gewährt einen Minikredit mit einer Summe von 100 Euro über eine Laufzeit von 30 Tagen. Das Angebot der Onlinebank wurde von www.test.de näher unter die Lupe genommen. Auf den ersten Blick mag das Angebot vielleicht interessant erscheinen, doch schaut man genauer hin, erweist es sich als zu teuer.

Ein Kredit Angebot für legitimierte Kunden

Den Minikredit von 100 Euro und einer Laufzeit von 30 Tagen kann man auch dann beantragen, wenn man über einen negativen Schufa-Eintrag verfügt, denn die Bank stellt keine Anfrage bei der Schufa. Für den Minikredit wird eine feste Gebühr von 6 Euro berechnet. Das Angebot ist jedoch an bestimmte Bedingungen gebunden. Man muss Kunde bei der Fidor Bank sein und muss in den letzten 12 Monaten mindestens einen Geldeingang von 1.000 Euro auf seinem Konto bei der Fidor-Bank nachweisen können. Eine andere Möglichkeit, um an den Kredit zu kommen, ist, dass man ein verifiziertes Referenzkonto angibt. Mit einer Transaktionsnummer (TAN) muss die Geldanforderung freigeschaltet werden. Das Geld wird anschließend dem Kunden der Fidor Bank gutgeschrieben. Wird der Kredit wie vereinbart zurückgezahlt, kann der Kunde für dieselbe Gebühr künftig einen Betrag von 199 Euro über einen Zeitraum von 60 Tagen leihen. Stellt man sich die Frage, welchen Vorteil dieses Angebot hat, so ist die Antwort, dass es keine Vorteile gibt.

Nachteile des Fidor Minikredit genauer betrachtet

Hat das Angebot der Fidor Bank keine Vorteile, so hat es doch Nachteile. Wenn die Bank am vereinbarten Tag der Rückzahlung den Betrag zuzüglich der Gebühr nicht einziehen kann, so kommen zusätzliche Kosten auf den Kunden zu. Die Mitteilung per SMS oder per E-Mail wird mit einem Euro berechnet, für die Zahlungserinnerung werden fünf Tage später 3 Euro fällig. Nach 10 Tagen werden 6 Euro für die Mahnung vor dem Inkassoverfahren berechnet. Finanztest sagt zu diesem Angebot, dass es sich lediglich um einen Marketinggag handelt, der völlig überteuert ist. Selbst dann, wenn man einen Dispositionskredit in Anspruch nimmt und dafür 14 Prozent Zinsen zahlt, so kommt der Kunde für einen Zeitraum von 30 Tagen nur auf etwas mehr als einen Euro Zinsen.

Wer ist die Fidor Bank?

Die Fidor Bank hat ihren Sitz in München und bietet als Direktbank ihren Service für Privat- und Geschäftskunden an. Die Bank wurde im Jahre 2003 gegründet, doch erhielt sie erst im Jahre 2009, während der Finanzkrise, die Vollbank-Lizenz. Die Bank wurde ursprünglich gegründet, um die sich im Internet vermehrt abzeichnenden Web-2.0-Verhaltensweisen auf die Finanzdienstleistungen zu übertragen. Die Bank setzt auf soziale Interaktion und bietet ihren Kunden ein Bonussystem an.

weitere interessante Kredit News